Was aus dir kommt, ist schon lange in dir. Was nicht bereits in uns ist, wird nie aus uns herauskommen.
Ein renommierter Experte im Personalwesen hielt dazu einen Vortrag. Während der Einführung nahm er eine Zitrone, zeigte sie in die Runde und fragte: „Wenn ich diese Zitrone mit aller Kraft auspresse, was wird herauskommen?“ Eine junge Frau aus der ersten Reihe antwortete: „Na ja, das ist doch klar! Wenn wir eine Zitrone auspressen, entsteht Zitronensaft!" Der Experte nickte: „Genau. Aus einer Zitrone kann nur Zitronensaft kommen, weil das alles ist, was in ihr steckt."
Ähnlich verhält es sich mit uns Menschen: Wenn wir Stress, Sorgen oder Kränkungen erleben, wenn andere über uns reden oder uns verletzen, bricht manchmal Wut, Ärger, Angst oder Bitterkeit aus uns hervor. Oft glauben wir, das sei nur die Reaktion auf das Verhalten des anderen. In Wahrheit jedoch kann nur das aus uns kommen, was schon in unserem Inneren existiert.  Niemand wird aus einer Zitrone Apfelsaft herauspressen können. So kommt aus uns auch nichts heraus, das nicht ohnehin in uns ruht.
Das Fazit dieser Geschichte lädt uns zur Selbstreflexion ein: Wenn wir negative Gefühle in uns wahrnehmen, liegt es an uns, sie anzugehen und zu transformieren Wenn uns jemand verletzt, ist es ratsam – statt Wut und Groll zu hüten – für diese Person zu beten und ihr zu vergeben. Denn auch Jesus sagte: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lukas 23,34). Auf diese Weise öffnet Gott die Türen zur Heilung all unserer Wunden.
Innerer Blockaden und negativer Denkmuster können unser tägliches Leben wesentlich beeinträchtigen. Deshalb ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen und Mustern ein wichtiger Schritt zu einem erfüllten Leben und geistigem Wachstum.
Möge uns das - mit Gottes Hilfe - gelingen!