
Mein Name ist Manuel. Zwei Perioden lang durfte ich im Pfarrgemeinderat mitarbeiten. Mit 2027 geht diese Periode zu Ende – und auch in unserer Pfarre suchen wir Kandidatinnen und Kandidaten, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Wenn ich zurückblicke, denke ich weniger an Sitzungen als an Menschen. An Gespräche, an gemeinsames Ringen um gute Entscheidungen und an das ehrliche Bemühen, unsere Pfarre lebendig zu halten. Ja, es gab auch schwierige Phasen. Entscheidungen, die nicht allen gefallen haben. Und Abende, an denen die Couch verlockender war als der Sitzungstisch. Verantwortung zu übernehmen ist nicht immer bequem. Aber genau darin liegt der Sinn: Kirche wird hier vor Ort gestaltet. Konkret. Miteinander. Für die Menschen, die hier leben.
Was mich besonders beeindruckt hat: Mein Engagement im PGR hat mein Leben nicht eingeschränkt. Studium, Berufseinstieg, sogar ein Auslandsjahr – all das war möglich. Der zeitliche Aufwand ist überschaubar: in der Regel eine Sitzung pro Quartal und darüber hinaus dort mithelfen, wo man selbst Potenziale sieht oder wo das eigene Herz schlägt. Es geht nicht darum, alles zu machen – sondern das Eigene einzubringen.
Ich werde diesmal nicht mehr kandidieren; nicht aus Mangel an Freude, sondern weil es gut ist, Verantwortung weiterzugeben. Eine lebendige Gemeinde braucht neue Stimmen und neue Ideen. Vielleicht zögern Sie noch. Ich kann das verstehen. Doch wenn man darüber nachdenkt, wie man für andere da sein und unsere Gemeinde mittragen kann, bekommt dieses Engagement eine besondere Bedeutung.
Ich kann sagen: Es lohnt sich. Nicht immer im bequemen Sinn – aber im echten.
Vielleicht kommt 2027 ihr Moment, „Ja“ zu sagen, ich würde es mir jedenfalls wünschen.